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EH-WURSCHD |
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Wie alles begann .....
| Kaktus |
Musiker:
| Josef Caspar | Gesang |
| Rainer Wustrau | Gesang, Gitarre |
| Michael Klein | Gesang, Gitarre |
| Franz-Rudolf Zimmer | Gesang, Gitarre |
Im Stil von "Grölemann & Söhne" versuchten wir in einem dunklen, verrauchten Kellerraum Witthüser&Westrupp, Georg Danzer und Hannes Wader das fürchten zu lehren. In diesem Zeitraum entstand auch der Song "Gedankensong #0", zu dem Alexander Schmitt den Text und Mick die Melodie lieferte.
Den ersten Auftritt hatten wir auf einem riesigen Treffen der KJG`s im Kreis Saarlouis. Auf 2 von der Decke herabhängende Mikros einsingend räumten wir den Zeltplatz musikalisch ab. Ein verdienter furioser Start! Anschließend überstieg die Anzahl der gemeinsamen Promille Blutalkohol eindeutig die Anzahl der gesungenen Lieder (und wir haben lange gesungen!).
Bevor Josi die Band verließ ergab sich noch ein infernalischer Auftritt in der Walderfingia zu Wallerfangen, vor nahezu 25 frenetisch mitgehenden Zuschauern. Als Vorgruppe der Berliner Band "Hobo" legten wir ein unüberbietbares musikalisches Niveau vor, das an diesem Abend auch nicht mehr überboten werden konnte.
Repertoire:
| Wenn ein Freund | Lass uns auf die Reise gehn | Militärisches Geheimnis |
| Mein Haar | Ich bin Soldat | Die Moorsoldaten |
| California Dreaming | Unter Linden | Pariser Kommune |
| Adieu Emille | Drunken Sailor | Gedankensong #Null |
| Sexepeal | Haschisch |
| Saitensprung |
Besetzung:
| Michael Klein | Gesang, Gitarre |
| Rainer Wustrau | Gesang, Gitarre |
| Franz-Rudolf Zimmer | Gesang, Gitarre |
| Stefan Dollibois | Organ (bis 1981) |
| Günther Lemmermeier | Bass |
| Jürgen Fuhs | E-Gitarre |
| Alwin Wilhelm | E-Piano (ab 1981) |
| Alex Schmitt | Texte |
Nachdem Josi ausgestiegen war, wollten wir es natürlich aller
Welt zeigen. Ambitionierte Künstler, die wir nun einmal waren, begannen
wir intensiver mit unserem Schulkameraden Alexander Schmitt zusammenzuarbeiten.
Es zeigte sich, daß er ein gutes Feeling für Geschichten hatte,
die er auch noch in einem akzeptablen Fersmaß unterbringen konnte.
Doch bevor wir intensiv in eigene Lieder einstiegen, hatten wir
erst einmal unseren Auftritt auf dem „Wallerfanger Viezfeschd beim Ehl".
Gerade rechtzeitig zu diesem Gig wurde auch unsere PA-Anlage fertig. Der
Auftritt war der bisher bestbezahlteste (150 DM), aber auch der absolute
Tiefpunkt unserer Karriere. Es war arschkalt, kaum Zuhörer da und
nix wie Ärger mit der Technik.
Doch Tiefpunkte sind meist auch Wendepunkte. Wir mußten was ändern! Also klemmten wir uns hinter die Vertonung von Alex`s Texten. Wir begaben uns in Klausur und begannen sowohl Repertoire als auch die Band aufzubauen. Plötzlich stieß Günther Lemmermeier zu uns. Seines Zeichens Baßexperte, der bisher allerdings mehr abgepunkt hatte als Musik zu machen. Mit seinem faktisch unbespielbaren Gibson-Bass drängte er uns in die elektrische Richtung. Es dauerte nicht lange, da hatte es Mick erwischt - er kaufte sich eine halbakustische E-Gitarre.
In dieser Zeit des Probens und Testens entstanden bereits die Songs
„Fress Kappes dau Flappes" und „Ende der Nacht". Aber auch einfühlsame
Balladen wie „Das ist die Zeit der vielen Fragen" (Lemmes haßte den
Song!) entstand in dieser Schaffens- und Findungsphase. Was für "The
BAND" Big Pink war, war für uns der Steffenseck. Außerdem stieß
ein Organist zu der Band. Dolliboir brachte ein neues Element in die Musik
ein, auf das wir seither nicht mehr verzichten wollten.
Zu dieser Zeit probten wir im Steffenseck in der Wohnung von Rainer.
Wir wunderten uns, daß wir am Morgen nach den Proben immer Kopfschmerzen
hatten, obwohl wir (außer dem Bass) nur akustische Instrumente benutzten.
Als wir dann feststellten, daß dies nur an dem Kasten „Donner-Bräu"
liegen konnte, und die Untermieterin von Rainer langsam aber sicher keine
Musik (besonders unsere nicht mehr) hören wollte, suchten wir uns
einen Proberaum.
Im Keller einer Pizzeria in Lisdorf fanden wir 16 schlecht belüftete und beleuchtete Quadratmeter, die die nächsten Jahre unsere musikalische Heimat werden sollten. Die Besetzung bestand zu dieser Zeit aus 3 Gesangsstimmen, 1 halbakustischen E-Gitarre, 2 Akkustikgitarren, 1 Orgel und 1 Bass. Es fehlte also eindeutig ein Schlagzeug. Da Schlagzeuger nicht zu den normalsten Bewohnern dieses Planeten zählen, waren wir der Meinung, daß es nicht allzu schwer sein könne, einen für uns zu begeistern. Doch was haben wir nicht alles gemacht, um an einen Schlagzeuger heranzukommen!? Sogar über das Sexualleben der tibetanischen Zwergziegen stellten wir Recherchen an, um einen Schlagzeuger (Tibetanische Zwergziegen waren sein Hobby!!!) für uns zu gewinnen.
Doch es sollte ganz anders kommen.
Zuerst stieß Jürgen Fuhs zu uns. Schon damals ein sehr guter Gitarrist, Mittlerweile bereits ein begnadeter Gitarrist. Zeitgleich erfaßten unseren Organisten Dolliboir Imageprobleme. Sein guter Ruf geriet durch sein Zusammensein mit uns in Gefahr. Schnell war er durch Alwin Wilhelm ersetzt, der als Kumpel von Lemmes und Jürgen leicht zu überzeugen war, sich ein E-Piano zu kaufen und bei uns mitzumachen.
Jetzt begann die harte Zeit der Band. Einen Schlagzeuger hatten wir
immer noch nicht und der Name paßte auch nicht mehr.
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| Eh-Wurschd |
Besetzung:
| Michael Klein | Gitarre, Gesang |
| Rainer Wustrau | Gitarre, Gesang |
| Franz-Rudolf Zimmer | Gitarre, Gesang |
| Günther Lemmermeier | Bass |
| Alwin Wilhelm | E-Piano |
| Jürgen Fuhs | E-Gitarre |
| Thomas Klein | Drums (bis 1983) |
| Rainer Schneider | Drums, Gesang (ab 1983) |
| Alex Schmitt | Texte |
Wie kommt eine Band zu ihrem Schlagzeuger - normalerweise? Zuerst einmal braucht sie einen Bassisten. Denn der einzige Grund warum eine Band einen Bassisten benötigt, ist, um den Drummer morgens wachzumachen, ihm die Zähne zu putzen, ihn anzuziehen und zum Auftritt zu fahren. Gut, da wir im Besitz eines Bassisten waren, hatten wir eine notwendige Bedingung für das Leben mit einem Drummer erfüllt. Doch diese war noch nicht hinreichend. Wir verlegten uns nach einigen desillusionierenden Versuchen mit Schlagzeugern (und erschütternden Feststellungen über die notwendige Intelligenz bei lebensfähigen Organismen - sie brauchen gar nicht so viel!) auf- warten und genossen die kreative Stille bei unseren Proben.
Doch dann geschah es!
Wir waren gut gewappnet, um einen Auftritt in Pachten am zweiten Weihnachtstag
zu absolvieren. Die Band vor uns hatte dem Publikum ordentlich eingeheizt.
Da wir keine all zu langen Umbaupausen akzeptieren wollten, ließ
die Band kurzerhand ihr Schlagzeug auf der Bühne stehen.
Das war ein Fehler!
Es gibt wohl auf er ganzen Welt keinen Schlagzeuger, der mit anschauen kann, wie sich eine Band ohne Rhythmus-Sektion durch ihre Songs „quält" (Ich kenne Schlagzeuger die dieses Gefühl selbst bei Auftritten der Fischer-Chöre befällt.) Ein solcher Schlagzeuger saß im Publikum. Tommy Klein, seines Zeichens in Ausbildung befindlicher „Jazz"-Drummer, kam dann auch 2 Minuten vor unserem Auftritt auf die Bühne und stellte erschüttert fest, daß wir das Schlagzeug unbesetzt lassen wollten. Um dies zu verhindern, bot er seine Hilfe an, setzte sich an die Schießbude und brüllte ein markerschütterndes „1 - 2 - 3 - 4!"
Als er feststellte, daß die gesamte Band dem Publikum den Rücken
zukehrte und alle Aufmerksamkeit seiner Anstrengungen schenkte, machte
er ein Gesicht als wolle er sagen „legt los, wir sind ja nicht zum Spaß
hier!" Es war für uns alle unvorstellbar.
Den Typ kannte keiner von uns - er kannte uns nicht - er kannte unsere
Musik nicht und konnte unmöglich auch nur die geringste Ahnung haben,
was er in der nächsten Stunde spielen sollte. Für mich stand
in diesem Moment eindeutig fest, daß, würde man Schlagzeuger
nur noch mit Blondinen kreuzen, in 50 Jahren ein Teil der Menschheit wieder
auf Bäumen leben würde.
Da niemand von uns den Mut hatte Tommy wieder von der Bühne zu schicken - du weißt ja nie, wie ein Drummer auf Widerspruch reagiert - sagten wir ihm resignierend, daß er sich etwas im Hintergrund halten sollte, was er optisch auch tat. Phonetisch leider nicht. Es ist schon ein schockierendes Schicksal plötzlich einen Schlagzeuger mit Pepita-Hut hinter sich sitzen zu haben, aber das absolute Grauen ist die Erfahrung einen Schlagzeuger mit Pepita-Hut hinter sich sitzen zu haben, der absolut keinen Dunst davon hat, was gerade gespielt wird.
Wie dem auch sei, wir hatten einen Schlagzeuger.
Mit der Kenntnis dieses Ereignisses fallen natürlich Mutmaßungen
leicht, wie es zu dem Bandnamen „Eh Wurschd" kam?
Falsch! Er entstand nach einer der ersten Proben, die wir in unserer -
wie wir dachten - Komplettbesetzung hinlegten. Saitensprung konnten wir
nicht mehr heißen, denn der Name sagte nicht mehr das aus, was die
Band an Musik aus den Lautsprechern powerte. Es entbrannte eine heiße
Diskussion, in der etwa 260 unterschiedliche Namen gehandelt wurden. Nachdem
Rainer seinem Favoriten schon mit Hilfe eines abgeschlagenen Flaschenhals
zum Sieg verhelfen wollte, sagte einer aus dem Kreis (der Urheber ist nicht
mehr nachvollziehbar), daß der Name doch „eh wurschd" sei - „es komme
doch viel mehr auf Text und Musik an"!
Recht hatte er. Wir nannten uns ab diesem Abend „Eh Wurschd", begossen das historische Ereignis gebührend und ließen uns anschließend vom Wirt zu unseren Autos tragen, um fortan ein Leben auf der steinigen Straße des Erfolgs zu führen.
In der Folgezeit probten wir ein Repertoire ein, das nur aus eigenen Songs bestand. In diese Zeit fielen die Drogentrilogie (Faia en da Naat, Doktor Doktor, Dope-weg-Blues), Powersongs (Kleine Nazis, Herzerfrischend Scheißegal, Paassion), aber auch nachdenklich stimmende Geschichten (Die Wartenden, Tag der offenen Tür bei der Bundeswehr) und aufrüttelnde Protestsongs (Jetz machiet aan, Der nette Killer).
Die wenigsten Veranstalter können es sich leisten eine siebenköpfige Band zu bezahlen. Schade. Deshalb schlossen wir uns mit drei weiteren Bands zusammen, um gemeinsam die „Nikolaus-Rock-Festivals" zu einer Institution zu machen. Das erste fand am 04.12.1982 in Wallerfangen statt.
Die Bandreihenfolge war „Eh Wurschd", Triebwagen (Köllertaler
Rotz-Rock-Reggea), Bladie Mae (Rock aus Saarbrücken) und „SinalcoFluorS"
(Neue Deutsche Tanzmusik aus Püttlingen).
Es wurde ein rauschendes Fest und ein riesiger Erfolg.
Es sollte nur der Anfang einer langen Reise auf der steinigen Straße
des Musikbusiness sein. Ein Gig jagte den nächsten. Wir wollen
im Rahmen dieser Seite nur die herausragendsten Punkte einer unbeschreiblichen
Karriere dokumentieren. Hierzu gehört sicherlich das Nikolaus-Rock-Festival
im JUZ-Försterstraße in Saarbrücken.
Wir
waren gewaltig gut drauf und schafften es, die tosende Zuschauermenge ein
ums andere Mal an den Rand des Wahnssinns zu treiben. Grund hierfür
war nicht nur unsere ausgereifte Musik, sondern auch unsere dynamische
Bühnenshow. Unser Auftritt als Gunman der saarländischen Rockmusik
beeindruckte nicht nur das Publikum. Schweißtreibende Läufe
von Kicker über die gesamte Bühnenbreite, ekstatisches Wippen
von Günner auf den Fußballen, engagiertes Kopfnicken von Rainer
Wustrau im unteren Zentrum der pyramidisch aufgebauten Bühne, mit
motivierendem Augenzwinkern untermalte Gitarrenriffs von Jürgen, als
Über-Jerry-Lee-Lewis bespringt Alwin ununterbrochen sein E-Piano und
furiosen Schlagzeugeinlagen von Rainer Schneider (unser neuer Drummer),
die Keith Moon vergessen ließen. Der ruhende Pol auf der Bühne
war Mick. Wie die Elektronen um den Atomkern zwirbelten, wibberten und
quirlte der Rest der Band um Mick, der den Zuschauern somit einen Hauch
von Stabilität in der infernalischen Hektik der aufwühlenden
Show bot. Die Roadshow zog weiter.
Wir waren so ausgebucht, daß wir ein Konzert sogar in reduzierter
Besetzung abhalten mußten. Im Rahmen der Saarlouiser Woche waren
wir der Hauptact in der Mex-Night. Wer sich über das Tageslicht auf
den Fotos wundert, der mag es verstehen, wenn er erfährt, daß
wir die ganze Nacht durchspielen mußten. Wer schon einmal in einem
Bierlaster die ganze Nacht durch Musik machen mußte, der weiß,
wie knochenhart das Musikgeschäft ist. Mick konnte an diesem Gig nicht
teilnehmen, da er gerade auf dem
Operationstisch
lag. Warum denn das, wird sich jetzt so mancher fragen. Nun, Mick hat sich
immer für die Band aufgeopfert. Da wir auf unseren Auftritten auch
immer unsere offenen Gitarrenkoffer vor der Bühne stehen hatten (und
wir hatten immerhin 5 Gitarrenkoffer) warfen die grundsätzlich begeisterten
Zuschauer natürlich Geld in die Koffer. Mick erklärte sich dazu
bereit, das Geld, das zumeist aus Geldstücken bestand an sich zu nehmen.
Da er die Angewohnheit hatte, das Münzgeld immer in die Gesäßtasche
seiner Jeans zu stecken, dauerte es nicht lange und es ereilte ihn das
Schicksal vieler Gesäßtaschengeldsammler. Er bekam ein Groschenbein!
Diese schmerzhafte Schwellung an den äußeren Fluppozieden kann
in Extremfällen eine Gesäßbackenamputation unumgänglich
machen.
Unser Drummer Rainer Schneider übernahm in der Mex-Nacht den Job von Mick und sammelte das reichliche Geld aus unseren Gitarrenkoffern ein, steckte es in seine Gesäßtasche und hänselte in den folgenden Wochen Mick desöfteren, da er keinerlei Anzeichen eines Groschenbeines zeigte.
Und nun hört genau zu! 15 Jahre später, exakt während der Studioaufnahmen von "Fress Kappes dau Flappes" schlug das Schicksal zu. Das Groschenbein meldete sich bei Rainer. Schmerzhafte Krämpfe machten es unmöglich, den Song zu Ende zu spielen. Er mußte mehrere Pausen einlegen und konnte den Song nur mit schmerzverzerrtem Gesicht und Höllenqualen komplett einspielen. Wer nun denkt, es wäre eine Lösung, das Münzgeld in die vordere Jeanstasche zu stecken, der bedenke, daß er im Falle eines Falles, lediglich die Gesäßbacken amputiert bekommt. Vorne kann`s peinlicher werden.
Ein Auftritt im Juz Dillingen sorgte für das Ende einer langen
Phasen kulturellen Dahinsiechens der Stadt Dillingen.
Zu
diesem Gig hatten wir uns etwas ganz besonderes augedacht. Wir ließen
die Ansagen zu den Songs von unserem Texter und Poeten Alexander Schmitt
vorbringen. Wer könnte mehr über die Songs, ihre Bedeutung und
ihre weltbewegenden Inhalte berichten, als der Verfasser selbst?
Es wurde ein bemerkenswerter Auftritt und eine unvergessliche Show.
Alex stand zum ersten Mal auf der Bühne und gab alles. Vor allem genoß
er es, zur Band zu gehören und sich somit auch aus dem Freibier zu
bedienen, das unsere Auftritte immer begleitete. Dies führte dazu,
daß er mit zunehmender Konzertdauer immer mehr über die Gefühle
freigab, die ihn beim Schreiben der Songs bewegten. Es führte auch
dazu, daß das Publikum sich immer mehr konzentrieren mußte,
um seinen Ausführungen zu folgen.
Legendär ist seine Ankündigung für den Song "Faia en da Naat".
"Die Drogentrilogie iss inn sich geschlossen unn bietet deshalb aach
....Möchlichkeeten sich zu entfalten inn der eigenen Phantasie. (...)
Do muss ich enn Lidd erklären - Faia en da Naat heescht dat. Mit Faia
enn da Naat hann ich halt Heroin damitt gemennt, unn der eh eh erschde
Satz lautet - der Newwel is en Geschdersupp - Geschdersupp - ist eine Geistersuppe
... unn ... eh .. unn jetz geht es loss gleich!"
Die Besucher des Konzertes kamen voll auf Ihre Kosten! Es war ein literarisches
und musikalisches Kunstwerk, das bisher auf diesem Planeten nicht mehr
wiederholt werden konnte.
| Notlösung |
Musik kann man auch "just for fun" machen. Das bewies die Notlösung,
deren Namen Programm war. Da Eh-Wurschd noch in vertraglichen Verpflichtungen
gegenüber dem Köllertaler Rockfestival stand, Eh-Wurschd aber
nicht mehr existierte suchten sich Kicker und Rainer kurzerhand Hardy und
Mario zur musikalischen Unterstützung, um auf dem Köllertaler
Rockfest aufzutreten.
Es wurde ein furioses Konzert. Obwohl die Jungs nur viermal Proben konnten,
wurde ein sehr ungewöhnliches Programm auf die Beine gestellt. Hierzu
lieferte Alexander Schmitt mit seinen Texten einen wertvollen beitrag.
In erster Linie wurden bekannte Songs mit verulkenden Texten versehen.
Texte die nachdenklich stimmen sollten, oder einfach nur zum Schenkelklopfen
verleiten sollten.
Als besonders wertvoller Song entstand in den Probesessions "Fischfilet",
der damals noch von Hardy gesungen wurde und mittlerweile zum festen Bestandteil
des Eh-Wurschd-Live-Repertoire geworden ist. Der Auftritt der Notlösung
wurde in der Presse überschwenglich gefeiert. Selbst die sonst so
zurückhaltende Saarbrücker Zeitung widmete der Band fast eine
halbe Seite. Trotzdem blieb der Name Programm und die Notlösung eine
Notlösung, die sich nach einem Auftritt auf einem Straßenfest
Tags darauf wieder auflöste. Aber es hat viel Spaß gemacht!
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